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Relikt
einer uralten Wüste
Der Waterberg (Afrikaans: Wasserberg) ist ein markanter Tafelberg
von etwa 50 km Länge und bis zu 16 km Breite. Er erhebt
sich östlich des Städtchens Otjiwarongo über
eine mit Dornbusch-Savanne bedeckte Ebene. Grund für seinen
Namen sind vermutlich die vielen Leben spendenden Quellen an
den südöstlichen Hängen. |
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Der Berg wird durch
eine etwa 100 m mächtigen Schicht aus rotem Sandstein bedeckt.
Dieser so genannte Etjo-Sandstein ist ein Überbleibsel
versteinerter Dünen, deren Alter auf etwa 180 Millionen
Jahre geschätzt wird. Der stellenweise tiefe Sand auf dem
Plateau dagegen ist jüngeren Datums. Er wird aus der Kalahari
angeweht, die in Form der Omaheke (auch: Sandveld) von Osten
her an den Waterberg reicht. |
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Die Sandstein-Decke
des Waterbergs ist sehr porös. Dadurch versickert das Regenwasser
wie in einem Schwamm. Der Sandstein liegt jedoch auf einer wasserundurchlässigen
Gesteinsschicht, die leicht nach Südosten geneigt ist.
Entlang dieser Schicht tritt das Regenwasser das ganze Jahr
über in Form von so genannten Schichtquellen wieder aus. |
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Paradies
für Pflanze und Tier
Diesem ständig fließenden Wasser verdankt
der Waterberg eine vielfach subtropisch anmutende Flora.
Etwa 500 verschiedene Pflanzen- sowie 140 Flechtenarten
hat man auf dem Plateau, seinen Steilhängen sowie
in der unmittelbaren Umgebung des Waterbergs identifiziert.
Zu den beeindruckenden Bäumen gehören die gewaltigen
Waterbergfeigen (Ficus sycomorus), zwischen deren brettartigen
Wurzeln sich ein Erwachsener leicht verbergen kann.
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Die üppige Flora
wiederum bietet vielfältige Lebensräume für eine
artenreiche Tierwelt. Mehr als 200 Vogelarten wurden am Waterberg
gezählt. Zu den seltenen Arten gehört der Damara-Felsenspringer,
der Rüppell's Papagei und das Hartlaubfrankolin. Die Steilwände
des Berges sind zudem ein Refugium für Namibias letzte
Kolonie von etwa 25 Kapgeiern. |
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Seit
1972 besteht auf dem Plateau des Waterbergs ein staatlicher
Naturschutzpark, in dem zum Teil seltene Tierarten angesiedelt
wurden - wie Eland -, Pferde - und Rappen -Antilope, Büffel,
Breitmaul- und Spitzmaul-Nashorn. Da es auf dem Plateau
keine Quellen gibt, legte man in dem etwa 406 km²
großen Park sieben künstliche Wasserstellen
an.
Ein Teil des Plateaus wurde 1984 zum 'Wilderness-Gebiet'
erklärt. Die Proklamation als 'Wilderness Area' ist
die höchste Stufe des Naturschutzes weltweit. So
behielt die Natur ihren nahezu ursprünglichen Charakter.
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Diese wundervolle Bergwelt
mit ihrer außergewöhnlichen Flora und Fauna bringen
wir Ihnen näher - auf unseren geführten Plateau-Wanderungen
auf Waterberg
Wilderness. |
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Bewegte
Geschichte
Der Waterberg und die stark fließende Quelle Otjozondjupa
('Platz der Kalebasse', befindet sich im heutigen Rastlager)
werden erstmals 1851 von Europäern aufgesucht. Die Reisenden
Francis Galton und Charles John Andersson treffen auf ihrem
Streifzug entlang des Waterbergs auf Bergdama, San (Buschleute)
und Vieh züchtende Herero. Das Gebiet ist außerdem
wildreich: Es gibt unter anderem Gnus, Giraffen und Elefanten. |
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Im November 1873 richtet
die Rheinische Missionsgesellschaft bei Otjozondjupa eine Missionsstation
ein. Herero-Häuptling Kambazembi, zu dessen Gebiet der
Waterberg gehört, erteilt sein Einverständnis. |
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Nachdem sich die Herero
im Januar 1904 in Okahandja gegen die deutsche Kolonialmacht
erheben, versammeln sich ab Mai mehrere Gruppen mit ihren Führern
am Waterberg. Am 11. August 1904 findet die Entscheidungsschlacht
statt. Tausende Herero-Kämpfer durchbrechen mit ihren Familien
den Ring der Schutztruppe und fliehen in das Sandveld der Omaheke;
nur wenige jedoch erreichen das Ziel, das britische Protektorat
Bechuanaland (heute Botswana). |
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Die alte Mission am
Waterberg wird ab 1908 zur Polizeistation. Das 1910 errichtete
Polizeigebäude steht noch heute: 1955 wird es zum Gästehaus
umfunktioniert, seit Gründung des Rastlagers 1989 beherbergt
es das Restaurant. |
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