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Neues von Waterberg Wilderness

Ihre Erlebniswelt am Tafelberg der Kalahari

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"Botanischer Garten" erweitert

Wie sprechen Bäume miteinander? In welchen Merkmalen gleichen sich Klippschliefer und Elefant? Und welcher Vogel, der am Waterberg vorkommt, kann die menschliche Sprache imitieren? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhält, wer im oberen Tal von Waterberg Wilderness spazieren geht.

  • Info-Tafel zum Klippschliefer im

    Info-Tafel zum Klippschliefer im "Botanischen Garten" von Waterberg Wilderness. Grafik: Waterberg Wilderness

Der vor drei Jahren angelegte "Botanische Garten" im privaten Naturreservat Waterberg Wilderness wird Schritt für Schritt erweitert. So gibt es mittlerweile nicht nur Info-Tafeln zu Bäumen am Wegesrand, sondern auch zu Tieren, die in diesem Bereich des Waterberg-Tals leben. Außerdem wurden der dichte Busch gelichtet, an unwegsamen Stellen kleine Brücken errichtet und an schattigen Plätzen Bänke aufgestellt.

Vom Fountain Trail, der von der Waterberg Wilderness Lodge aus auf der Talsohle zur Quelle führt, zweigen nun kleinere Seitenpfade ab. Auf der anderen Seite des Tals wurde ein ähnlicher Spazierweg zurück zur Lodge angelegt. Er bietet eine bequeme Alternative zum Porcupine Highway, der am Hang auf und ab verläuft und für manchen älteren Gast zu anstrengend ist (siehe Karte).

Auf einem neuen, kurzen Pfad kann man zudem von der Quelle aus noch einen Abstecher in das obere Ende des Tals machen, wo es sich zwischen steil aufragenden Felswänden verengt. Da in den Felsspalten jedes Jahr Dutzende Rosenpapageien nisten, trägt die Schlucht ihren Namen: Lovebird Gorge.

Am Endpunkt des Weges informiert eine große Schautafel in Bild und Text über diesen farbenfroh gefiederten Vogel. So erfährt man, dass sein ebenfalls im Tal heimischer "Cousin", der Rüppells Papagei, in Gefangenschaft durchaus lernt, die menschliche Sprache zu imitieren.

Apropos "Sprache": Wie Bäume sich untereinander verständigen, erzählt eine weitere kleine Info-Tafel am Wegesrand. Doch ihre Geschichte wird an dieser Stelle ebenso wenig preisgegeben wie ihr genauer Standort im Botanischen Garten... ;-)

  • Im Botanischen Garten von Waterberg Wilderness hat man im Zuge der Erweiterung auch kleine Brücken errichtet

    Im "Botanischen Garten" von Waterberg Wilderness hat man im Zuge der Erweiterung auch kleine Brücken errichtet. Foto: Sven-Eric Stender

Hamburger Theater am Waterberg

Die meisten Gäste kommen, weil sie das Waterberg-Plateau erobern, Nashörner aus nächster Nähe erleben und im Tal auf eigene Faust wandern wollen. Vor kurzem war eine Gruppe zu Gast, der es nur darum ging, auf dem History Path die Geschichte nachzuerleben – und das in beruflicher Mission...

  • Mitarbeiter des Thalia Theaters in Hamburg auf dem History Path von Waterberg Wilderness

    Mitarbeiter des Thalia Theaters in Hamburg auf dem History Path von Waterberg Wilderness. Foto: Sven-Eric Stender

Mitarbeiter des Thalia Theaters in Hamburg reisten zwölf Tage lang durch Namibia, um für ein Stück zu recherchieren und Eindrücke zu sammeln. Thema: Die deutsche Kolonialzeit in Namibia und der Krieg gegen die Herero. Produktionsmanagerin, Dramaturgin, Regisseur, Bühnenbildner, Video-Filmer und einer der Schauspieler fuhren Schauplätze damaliger Ereignisse ab und unterhielten sich mit Vertretern von Herero, Nama und Deutschstämmigen.

Natürlich machten sie auch am Waterberg Station, wo im August 1904 die entscheidenden Gefechte zwischen der deutschen Schutztruppe und den Kämpfern der Herero stattgefunden hatten. Auf Waterberg Wilderness wanderten sie auf dem History Path in die Vergangenheit: Er führt zu einem der Gefechtsfelder und zu einem Ort, an dem ein Missionar 1906 ein Auffanglager für Herero errichtet hatte, die sich seit den Gefechten im Busch versteckt hielten. Schautafeln am Wegesrand schildern in Text und Bild die Ereignisse und erklären Hintergründe.

Begleitet wurden die sechs Thalia-Mitarbeiter von einem namibischen Theater-Regisseur. In den kommenden Monaten wird das Stück gemeinsam mit einem namibischen Dramaturgen geschrieben und während der Proben mit namibischen Darstellern weiterentwickelt. Der Titel steht jedoch schon fest: "Hereroland. Eine deutsch-namibische Geschichte." Premiere ist am 19. Januar im Thalia Theater in Hamburg; im Juni kommenden Jahres wird das Stück im Nationaltheater in Windhoek aufgeführt.

  • Start-Tafel auf dem History Path von Waterberg Wilderness

    Start-Tafel auf dem History Path von Waterberg Wilderness.

Zweites Nashorn-Baby geboren

Jahrelang musste Waterberg Wilderness darauf warten, dass seine Breitmaul-Nashörner Nachwuchs erhalten. Im April vor zwei Jahren kam endlich das erste Junge zur Welt. Nun gibt es wieder Grund zur Freude: Mitte Juni wurde ein weiteres Kalb geboren, und zwar von derselben Kuh...

  • Das frisch geborene Nashorn-Baby auf Waterberg Wilderness – noch ohne Horn, das nun erst zu wachsen beginnt

    Das frisch geborene Nashorn-Baby auf Waterberg Wilderness – noch ohne Horn, das nun erst zu wachsen beginnt. Foto: Waterberg Wilderness

Die Nashorn-Kuh hatte sich in dichten Busch zurückgezogen. Die Ranger der Rhino Patrol spürten sie auf, hielten jedoch großen Abstand, um Kuh und Kalb nicht zu stören. Ein besseres Foto zu machen, war in diesen Tagen nicht möglich, weil die Nashorn-Kuh äußerst nervös war. Es handelt sich wie bei ihrem ersten Jungen, das sie nun nach 26 Monaten abgesetzt hat, um ein Bullenkalb.

Verblüffend ist, dass im Partner-Reservat Ghaub eine Nashorn-Kuh fast zeitgleich ebenfalls Nachwuchs erhalten hat (mehr dazu hier) – genauso wie vor zweieinviertel Jahren, als beide Kühe kurz nacheinander gekalbt hatten.

Breitmaul-Nashörner tragen rund 16 Monate. Das bedeutet, dass die beiden Kühe auf Waterberg Wilderness und Ghaub erneut schwanger wurden, als ihre Kälber gerade einmal zehn oder elf Monate alt waren.

Gäste von Waterberg Wilderness können die Nashörner im Zuge eines Rhino Drive und einer Rhino Tracking Tour fast hautnah erleben. Bei dem Nashorn-Baby müssen sie sich allerdings noch etwas gedulden. Um Stress für Kuh und Kalb zu vermeiden, halten die Tourführer solange Abstand, bis die beiden sich sicherer fühlen und den dichten Busch verlassen.

Kaum noch Weide für Nashörner

Die Dürre in Namibia macht sich auch am Waterberg bemerkbar. Im Januar und Februar, zwei der Haupt-Regenmonate, fielen nur wenige Millimeter Regen. Auf den Ebenen von Waterberg Wilderness am Fuße des Waterbergs steht kaum noch ein Grashalm. Besonders bedrohlich ist die Lage für die Breitmaul-Nashörner...

  • Heu als Zufutter für Nashörner und andere Tiere auf Waterberg Wilderness

    Heu als Zufutter für Nashörner und andere Tiere auf Waterberg Wilderness. Foto: Martin Rust

Zum Glück hat Waterberg Wilderness das Ghaub Naturreservat in den Otavi-Bergen als Partner. Dort fiel zwar auch deutlich weniger Regen als sonst üblich, aber dennoch genug, um für einen Überschuss an Weide zu sorgen. So erhält Waterberg Wilderness alle drei bis vier Wochen eine Lastwagen-Ladung von 200 Heuballen.

Besonders wichtig ist das Zufutter für die Breitmaul-Nashörner, die rund 40 kg Gras am Tag fressen. Die Ballen werden jedoch an wechselnden Plätzen ausgelegt und verteilt, damit auch anderes Flächenwild wie Gnu, Eland, Kuhantilope oder Zebra etwas abbekommt – denn die Nashörner verjagen die schwächere Futter-Konkurrenz.

Auf dem Rhino Drive und der Rhino Tracking Tour machen die Guides auf die Dürre und die deswegen nötige Fütterung aufmerksam, denn sonst entsteht schnell der falsche Eindruck, bei Waterberg Wilderness handele es sich um einen großflächigen Zoo.

Neue Bäder für die Gäste

Alle Jahre wieder werden im Naturreservat Waterberg Wilderness in der Nebensaison die Unterkünfte renoviert. In der Waterberg Wilderness Lodge war diesmal allerdings mehr nötig als die übliche Instandhaltung und der obligatorische frische Anstrich: Bei einigen Zimmern wurde das Bad erneuert...

  • Renoviertes Badezimmer der Waterberg Wilderness Lodge

    Renoviertes Badezimmer der Waterberg Wilderness Lodge. Foto: Sven-Eric Stender

Ende Januar war die Waterberg Wilderness Lodge vorübergehend geschlossen. Und dennoch herrschte reger Betrieb: In fünf Zimmern wurden im Bad die Rohrleitungen erneuert, die noch aus der Anfangszeit der Lodge stammten. Damit erhielten die Bäder auch neue Fliesen.

Im Zimmer selbst sorgten die Maler für einen neuen, frischen Look. Eine der Wände wurde in ansprechendem Kontrast zum gedeckten Weiß der anderen Flächen in freundlichem Braun gestrichen. Geblieben sind die großformatigen Bilder mit Momentaufnahmen aus längst vergangenen Zeiten der ehemaligen Rinderfarm.

Die Waterberg Wilderness Lodge ist Startpunkt von vier Wanderwegen. Zwei davon kann man als Rundweg laufen. Zwei davon führen durch den "Botanischen Garten" zur Quelle; Info-Tafeln stellen die Bäume am Wegesrand vor.

  • Renovated room at the Waterberg Wilderness Lodge

    Renoviertes Zimmer der Waterberg Wilderness Lodge. Foto: Sven-Eric Stender

Grillen für gesunde Natur

Verbuschung ist ein großes Problem in Namibia: Da Buschbrände vom Menschen sofort bekämpft und eingedämmt werden, breiten sich Sträucher aus, während Grasflächen schrumpfen. Campinggäste von Waterberg Wilderness können nun mithelfen, die aufwändige Entbuschung zu finanzieren – und zwar beim Grillen...

  • Gäste der Waterberg Plateau Campsite können bei Managerin Aline Kondiuo Holz kaufen

    Gäste der Waterberg Plateau Campsite können bei Managerin Aline Kondiuo Holz kaufen. Foto: Sven-Eric Stender

Lagerfeuer und Grillen machen das Zelten in Namibia erst zum richtigen Erlebnis. Auf der Waterberg Plateau Campsite können Gäste neuerdings Feuerholz kaufen, das sie mit bestem Gewissen verbrennen können.

Nicht nur, weil es sich ausschließlich um totes Holz handelt, das auf dem Gelände des Partners Ghaub Nature Reserve & Farm gesammelt wurde. Sondern auch, weil der Ertrag aus dem Holzverkauf von Ghaub Farm Products dazu beiträgt, die aufwändigen Maßnahmen von Waterberg Wilderness und seinen Partnern Ghaub und Ondekaremba gegen den dichten Busch zu finanzieren, der sich immer mehr ausbreitet.

Wer Holz mitnehmen will, erhält es nicht im bisher überall üblichen Plastiksack, der in Nationalparks mittlerweile verboten ist, sondern in einem Karton. Wenn man die Pappe zum Entfachen des Feuers verwendet, bleibt am Ende nichts als Asche übrig – die wie früher bei den Buschbränden die Böden mit neuen Nährstoffen versorgt.

Chefkoch-Ausbilder schult Köche

Das Abendessen auf Waterberg Wilderness zergeht künftig noch mehr auf der Zunge. Ein pensionierter Chefkoch-Ausbilder aus Deutschland war zwei Monate auf Waterberg Wilderness sowie dessen Partnern Ghaub und Ondekaremba zu Gast – und das bereits zum dritten Mal. Diesmal fand die Schulung vor allem in der Kühlkammer statt...

  • Ausbilder Georg Maeding zeigt Manager und Koch Fanie Hawanga und Köchin Wilbertina Nampala auf Ondekaremba das fachgerechte Ablösen des Fleisches bei Rinderrippen

    Ausbilder Georg Maeding zeigt Manager und Koch Fanie Hawanga und Köchin Wilbertina Nampala auf Ondekaremba das fachgerechte Ablösen des Fleisches bei Rinderrippen. Foto: Sven-Eric Stender

Der Schwerpunkt der Fortbildung für die Köchinnen und Köche der Lodges lag diesmal auf dem fachgerechten Ablösen des Fleisches vom Knochen. Außerdem ging der pensionierte Chefkoch-Ausbilder Georg Maeding aus Lübeck intensiv darauf ein, worauf je nach Fleischsorte zu achten ist, wenn man es in kleinere Stücke schneidet.

Natürlich war er auch in der Küche, um zu überprüfen, was von den vorigen Fortbildungskursen bereits gut umgesetzt wird, und um weitere Tipps zu geben und Kniffe zu vermitteln. "Wir haben vor allem das Zubereiten von Saucen noch verbessert", erklärte Maeding kurz vor seinem Rückflug nach Deutschland Anfang Dezember.

Während seines zwei Monate langen Aufenthaltes hat er auch die Partner-Standorte Ghaub und Ondekaremba besucht. Es war nach 2015 und 2017 bereits das dritte Mal, dass Georg Maeding im Rahmen des Senior Experten Service die Köche auf Waterberg Wilderness geschult hat. In den ersten beiden Fortbildungseinheiten stellte er die grundlegenden Fähigkeiten und Kenntnisse auf eine breitere Basis, überarbeitete die Menüs und ging auf das fachgerechte Anrichten der Speisen auf dem Teller ein.

Die Lodges von Waterberg Wilderness bieten ein reichhaltiges Frühstücksbüfett und ein festes Menü mit vier Gängen zum Abendessen. Die Gerichte europäischer Küche werden in namibischem Farmstil zubereitet und mit typischen Zutaten der Region angereichert, wie etwa Kudufleisch, Butternut-Kürbis oder Chutney. Frühstück und Abendessen sind im Übernachtungspreis eingeschlossen.

Waterberg Wilderness hilft Privatschule in Grootfontein

Gute Schulbildung kostet viel Geld. Vor allem kleinere Privatschulen wie die Deutsche Privatschule Grootfontein lassen sich nicht alleine mit Einnahmen aus Schulgeldern finanzieren. Bei einer cleveren Aktion der DPG, bei der Spendern eine Namibia-Reise winkt, hilft Waterberg Wilderness nach Kräften mit...

  • Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen an der Deutschen Privatschule Grootfontein

    Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen an der Deutschen Privatschule Grootfontein. Foto: DPG

Ein Kind zur Deutschen Privatschule Grootfontein zu schicken, kostet die Eltern rund 3.000 Namibia Dollar (zurzeit fast 200 Euro) im Monat. Für einen Platz im Schülerheim kommt noch einmal derselbe Betrag hinzu. Und doch decken die Einnahmen aus Schul- und Heimgeldern nur ein Drittel der Kosten.

Die restlichen zwei Drittel müssen daher – wie an vielen anderen Privatschulen in Namibia – durch Zusatzeinsatz der Eltern und Benefizveranstaltungen aufgebracht werden. Die DPG hat sich dafür eine ganz besondere Aktion einfallen lassen: Alle zwei Jahre startet sie eine Verlosung mit Preisen, die für Namibier und Namibia-Urlauber gleichermaßen attraktiv sind.

Hauptgewinn ist eine 14-tägige Rundreise für zwei Personen durch Namibia, Mietwagen und Flüge Frankfurt – Windhoek – Frankfurt eingeschlossen. Sollte der Gewinner in Namibia leben, erhält er die Flüge in umgekehrter Folge. Klar, dass der Waterberg auf dieser Rundreise nicht fehlen darf. Auch unterstützt Waterberg Wilderness gerne Aktionen wie die der DPG.

So kann sich der Gewinner auf zwei Übernachtungen mit Abendessen und Frühstück in der Waterberg Valley Lodge freuen. Die Zelt-Chalets vermitteln das Gefühl, mitten in der Natur zu wohnen, und bieten mit ihrem gemauerten Bad und den Mahlzeiten im Restaurant zugleich den Komfort einer Lodge.

Wie man die Reise gewinnen kann? Ganz einfach: Indem man ein oder mehrere Lose erwirbt (mehr dazu in diesem PDF und auf der Website des DSVG).

Was genau man damit unterstützt? Eine gute Schulbildung für Kinder in Grootfontein und Umgebung bis Klasse 7 und vor allem gute Deutschkenntnisse, die auch für eine mögliche Berufslaufbahn im Tourismus von großem Vorteil sind.

Die DPG wurde 1995 gegründet, weil der Muttersprachenunterricht an Regierungsschulen seit der Unabhängigkeit Namibias 1990 nur noch bis zur dritten Klasse gewährleistet ist – und das auch nur bei mindestens 30 Kindern pro Klasse. Diese Klassenstärke wird in kleinen Orten wie Grootfontein jedoch nicht erreicht. Selbstverständlich untersteht die Schule der staatlichen Bildungsverordnung und steht Kindern aller Bevölkerungsgruppen offen.

Schutz gegen Wilderei verstärkt

Jahrelang ist das private Naturreservat Waterberg Wilderness vom weit verbreiteten Problem der Nashorn-Wilderei verschont geblieben. Nun jedoch schlugen Wilderer sogar zweimal kurz nacheinander zu – zum Glück ohne Erfolg. Grund genug, noch mehr in den Wildschutz zu investieren...

  • Die verwundete Nashornkuh wird vom Tierarzt behandelt

    Die verwundete Nashornkuh wird vom Tierarzt behandelt. Foto: Waterberg Wilderness

Im August sind Wilderer nachts auf das Gebiet von Waterberg Wilderness vorgedrungen und haben eine Nashornkuh angeschossen. Zum Glück konnte die Wunde von einem Tierarzt behandelt werden. Auch den Stress durch Verwundung und Flucht durch den Busch in der Nacht sowie der Betäubung und der Behandlung am Folgetag hat die Kuh überstanden. Beim zweiten Vorfall im Oktober verlief die Suche der Wilderer nach den Nashörnern erfolglos.

In beiden Fällen haben die Maßnahmen von Waterberg Wilderness zum Wildschutz Schlimmeres verhindert. Ohne die bewachten Tore auf der Durchgangsstraße hätten die Wilderer nicht kilometerweit zu Fuß durch den Busch laufen müssen, um in das Reservat einzudringen. Auch hat die "Rhino Patrol" gleich am folgenden Morgen Spuren sichern und der Polizei damit wichtige Hinweise liefern können, die zur Verhaftung einiger der mutmaßlichen Täter führte.

Dennoch zeigen die Vorfälle, dass der Schutz noch verstärkt werden muss. So ist geplant, in Kooperation mit Polizei, dem benachbarten Waterberg Plateau Park und den Farmern der Gegend die Durchgangsstraße weiträumig zu überwachen.

Waterberg Wilderness finanziert all diese Maßnahmen durch die Einnahmen aus Unterkünften und Nashorn-Touren. Da die Ranger der "Rhino Patrol", die die Dickhäuter täglich aufspüren, unsere Guides über Funk informieren, können wir unseren Gästen eine Begegnung mit den Nashörnern fast garantieren. So profitieren alle: Die Nashörner, die Gäste und Waterberg Wilderness, das mittlerweile über 60 Mitarbeiter beschäftigt.

Mehr Zeltchalets für Valley Lodge

Wie beim Campen in der Natur schlafen, aber ohne das Zelt aufbauen oder auf ein eigenes Bad verzichten zu müssen – und das zu sehr günstigem Preis: Die Zeltchalets der Waterberg Valley Lodge sind äußerst beliebt und entsprechend schnell ausgebucht. Grund genug, die Lodge behutsam zu erweitern...

  • Am Hang entlang im Busch versteckt: Weitere Zeltchalets der Waterberg Valley Lodge

    Am Hang entlang im Busch versteckt: Weitere Zeltchalets der Waterberg Valley Lodge. Foto: Sven-Eric Stender

Der Waterberg mit seiner einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt sowie seiner Geschichte gilt offenbar bei immer mehr Urlaubern als Sehenswürdigkeit, die auf ihrer Namibia-Rundreise nicht fehlen darf. Waterberg Wilderness trägt seinen Teil bei, weil man hier Breitmaul-Nashörner hautnah erleben oder ungezwungen Kultur und Tradition der Herero kennenlernen kann.

Doch auch die Auswahl an verschiedenen Unterkünften in diesem privaten Naturreservat dürfte ein Grund für die steigende Zahl der Gäste sein. So gibt es neben Lodge und Campingplatz die preisgünstige Mischform der Zelt-Lodge. Im August 2014 wurde die Waterberg Valley Lodge mit fünf Doppelzimmer-Chalets eröffnet, im vergangenen Jahr kam ein sechstes hinzu. Aufgrund des großen Andrangs wurde die Zahl der Chalets nun auf neun erhöht.

Die Zelt-Bungalows ziehen sich unterhalb des Restaurants um den Hügel herum und bieten von ihrem Balkon aus einen herrlichen Blick über das grüne Tal und auf die rötlichen Steilwände des Waterbergs. Gäste haben ihr eigenes, gemauertes Bad und ein komfortables Bett, schlafen aber wie beim Zelten mit den Geräuschen der Natur ein. Der Preis schließt Abendessen und Frühstück ein und ist deutlich niedriger als der von Waterberg Plateau Lodge und Waterberg Wilderness Lodge.

Nashörner am Waterberg treten für Namibia an

Aufregende Nachricht vom Büro des Namibia Tourism Board in Frankfurt Mitte dieses Monats: Ein Foto, das im privaten Naturreservat Waterberg Wilderness aufgenommen wurde, steht bei einem renommierten Wettbewerb der PR-Branche in der Endauswahl...

  • Namibia-Motiv in der Endauswahl der PR-Bild Awards

    Namibia-Motiv in der Endauswahl der PR-Bild Awards. Foto: Alexander Heinrichs.

Das Foto von der fotografierenden Frau mit zwei Nashörnern im Hintergrund wurde von der Jury der PR-Bild Awards in Deutschland als eines der 60 besten aller eingereichten Fotos ausgewählt. Es zeigt den aufregenden Höhepunkt einer Rhino Tracking Tour im Dezember 2016, an der der deutsche Profi-Fotograf Alexander Heinrichs teilgenommen hatte.

Die Endauswahl des Wettbewerbs untergliedert sich in sechs Kategorien mit jeweils zehn Fotos. In der Kategorie "Reisen" tritt das Foto aus Namibia somit gegen neun andere Motive aus anderen Ländern an.

Die sechs Sieger der Endrunde werden nun per Online-Abstimmung ermittelt. Der Namibia Tourism Board hat alle Namibia-Fans aufgerufen, für das Bild "Frau mit Nashörnern" zu stimmen. Das Online-Voting endet am 12. Oktober.

Mäandern durch das "Dreieck der Erlebnisse"

Von Hoba Meteorit, Ghaub Höhle oder Ombili San Foundation hat wohl jeder schon gehört. Ganz zu schweigen vom Otjikoto See, den Museen in Tsumeb und Grootfontein und dem Living Museum der Ju/'Hoansi. Wer aber kennt die Maria Bronn Missionsstation? Das Weingut Thonningii? Das Khorab-Denkmal?

  • Ort der Weltgeschichte und doch kaum bekannt: Hier bei Khorab endete 1915 für Namibia der erste Weltkrieg

    Ort der Weltgeschichte und doch kaum bekannt: Hier bei Khorab endete 1915 für Namibia der erste Weltkrieg. Foto: Sven-Eric Stender

All diese und noch viel mehr Attraktionen liegen im Dreieck zwischen den Nationalparks Etosha, Khaudum und Waterberg Plateau, in einer Region also, die von den meisten Touristen oft links liegen gelassen wird. Um das zu ändern, haben rund 40 Unterkünfte, Anbieter von Aktivitäten, Museen, Kunsthandwerks-Märkte und Ortsverwaltungen der Region die Touristen-Route Omuramba Meander gegründet. Waterberg Wilderness war bereits in der Vorbereitungsphase dabei.

Den Anstoß gab das Ministerium für städtische und ländliche Entwicklung mit dem Auftrag an das nicht gewinn-orientierte Unternehmen Open Africa, die Route zu entwickeln. Sie soll auch dafür sorgen, dass breitere Kreise der Bevölkerung vom Tourismus profitieren. Open Africa trug Informationen und Fotos zu Attraktionen und Anbietern der Region zusammen und stellte sie auf sein etabliertes Internet-Portal. Außerdem produzierte Open Africa für acht Standorte wie Ghaub (ehemalige Missionsstation), Waterberg Plateau oder Fisher's Pan in Etosha Übersichtstafeln, die aufeinander verweisen. Hinzu kommen Schilder der Omuramba Meander Route für Ortseinfahrten und ausgewählte Stellen am Straßenrand. Eine Broschüre in digitalem und gedrucktem Format soll bis zur Hochsaison ab Juli erscheinen.

"Mit unserer Initiative der Route Omuramba Meander führen wir die Vielfalt an Erlebnissen vor Augen, die die Region zu bieten hat", so Komitee-Vorsitzender André Neethling. "Sie eignet sich nicht nur ideal für einen Stopp zwischen Windhoek und Etosha oder der Zambezi-Region, sondern lädt auch zum Erkunden ein – oder wie wir sagen: zum Mäandern."

  • Das Logo der Route lädt ein zum Mäandern

    Das Logo der Route lädt ein zum "Mäandern".

Erlebnisse auf Waterberg Wilderness und in der Umgebung

Waterberg Wilderness bietet geführte Wanderungen auf das Plateau, Rhino Drive & Tracking, Kultur-Tour mit Alltag der Herero auf dem Land und im Ort Okakarara, Wanderwege mit "Botanischem Garten" und einen "History Path" zur Geschichte der Herero.

Stationen auf dem Weg nach Etosha: Landschaftlich schöne Strecke östlich des Waterbergs – Hoba Meteorit – Grootfontein mit Alte Fort Museum – Ghaub (Übernachtung; historisches Ambiente der ehemaligen Missionsstation, Rhino Drive & Tracking, Höhlen-Exkursionen und Wanderwege).

Alternative Route westlich des Waterbergs: Otjiwarongo mit Krokodilfarm und Township Tour – Khorab Denkmal bei Otavi – Weingut Thonningii – Tigerschlucht – Ghaub (Übernachtung etc.)

Stationen auf dem Weg in die Region Zambezi (Caprivi): Landschaftlich schöne Strecke östlich des Waterbergs – Hoba Meteorit – Grootfontein mit Alte Fort Museum (evtl. Route über Living Museum der Ju/'Hoansi – Tsumkwe mit Arts & Crafts – Khaudum Park).

  • Größter bisher auf der Erde entdeckter Himmelkörper: Der Hoba Meteorit.

    Größter bisher auf der Erde entdeckter Himmelkörper: Der Hoba Meteorit. Foto: Sven-Eric Stender

Nashorn-Population erhält neues Mitglied

Große Aufregung auf Waterberg Wilderness Anfang Mai wegen der Ankunft eines ganz besonderen Gastes, allerdings nicht für Lodge oder Campingplatz, sondern für das Naturreservat: Eine Breitmaulnashorn-Kuh. Und wenn die jüngsten Bluttests nicht trügen, ist sie nicht allein...

  • Nachdem ihr Container geöffnet wurde, erkundet die Nashornkuh vorsichtig ihre neue Umgebung

    Nachdem ihr Container geöffnet wurde, erkundet die Nashornkuh vorsichtig ihre neue Umgebung. Foto: Waterberg Wilderness

Die Nashornkuh hat den weiten Transport von einem privaten Reservat in Südafrika gut überstanden. Schon kurz nach ihrer Ankunft unternahm sie einen ausgedehnten Rundgang zur Erkundung ihrer neuen Umgebung. Mit Spannung erwarten die Ranger die erste Begegnung mit den anderen Nashörnern.

Waterberg Wilderness hat für Kauf, Transport und tierärztliche Betreuung rund 700.000 Namibia Dollar (gut 45.000 Euro) gezahlt. Ziel ist, mit der etwa fünf Jahre alten Kuh frisches Blut in die bereits bestehende Nashorn-Population zu bringen. Außerdem besteht die Aussicht auf baldigen Nachwuchs. Letzten Bluttests zufolge ist die Nashornkuh hoch trächtig.

Gäste von Waterberg Wilderness können die Breitmaul-Nashörner auf einem Rhino Drive und einer Rhino Tracking Tour (zu Fuß) aus nächster Nähe erleben. Die "Rhino Patrol", die die Tiere im Zuge umfangreicher Schutzmaßnahmen jeden Tag aufspürt, steht mit den Guides in Funkkontakt, so dass eine Sichtung der Nashörner fast garantiert ist.

  • Der feuchte Fleck am Nacken zeugt von der Injektion des Serums, das die Wirkung des Beruhigungsmittels für den Transport aufhebt

    Der feuchte Fleck am Nacken zeugt von der Injektion des Serums, das die Wirkung des Beruhigungsmittels für den Transport aufhebt. Foto: Waterberg Wilderness

Einem Raubtier auf der Spur

Leopard? Gepard? Hyänenhund? Erdwolf? Hund? Die Antworten unserer Facebook-Fans auf die Frage, welches Tier die auf dem Foto zu sehenden Spuren hinterlassen hat, gingen bunt durcheinander. Nur zwei der 21 Fans lagen mit ihrem Tipp völlig richtig...

  • Schabracken-Hyäne auf Waterberg Wilderness

    Was für ein Tier war das? Abdrücke von Vorder- und Hinterpfote; die Linsenkappe hat etwa 6,5 cm Durchmesser. Foto: Waterberg Wilderness

  • Schabracken-Hyäne auf Waterberg Wilderness

    Schema zum Identifizieren von Pfoten mit Klauen von Chris und Mathilde Stuart ("Tracks & Signs", 2004, S. 36/37)

  • Schabracken-Hyäne auf Waterberg Wilderness

    Schema zum Identifizieren von Pfoten mit Klauen von Chris und Mathilde Stuart ("Tracks & Signs", 2004, S. 36/37)

Aufregender Fund am Rande des Farmweges zwischen Waterberg Andersson Camp und Waterberg Wilderness Lodge, also ziemlich weit oben im Tal des privaten Naturreservates Waterberg Wilderness: Eine Tierspur, die sich in dem vom Regen feuchten Sand deutlich abzeichnete.

Wie sich das dazu gehörige Tier identifizieren lässt, erklären Chris und Mathilde Stuart in ihrem Buch "Tracks & Signs": Bei Pfoten geht es erstmal um die Frage, ob mit oder ohne Klauen. Raubkatzen scheiden in unserem Fall aus, weil sie ihre Klauen beim Laufen einziehen, wie auch einige unserer Facebook-Fans richtig erwähnen. Die nächsten Kriterien sind Größe und Form. Anhand von Stuarts Schema ist klar: Dies war eine ausgewachsene Hyäne.

Bleibt nur noch die Frage, welche der drei Arten. Die gestreifte Hyäne kommt im Südlichen Afrika nicht vor. Die Tüpfelhyäne scheidet mit größter Wahrscheinlichkeit aus, weil der Waterberg von Farmen umgeben ist. Farmer sehen sie als Bedrohung des Viehs und töten oder vertreiben sie. So handelt es sich also wohl um eine Schabracken-Hyäne, auch braune Hyäne oder Strandwolf genannt, die im Gegensatz zur Tüpfelhyäne nicht im Rudel unterwegs ist und auch als sehr viel scheuer gilt. Anhand der Spuren, die wir immer wieder finden, gehen wir davon aus, dass drei bis fünf Schabracken-Hyänen in unserem Gebiet leben. Und nein: Obwohl ihre Spuren furchteinflößend wirken, sind sie für den Menschen nicht gefährlich.

  • Schabracken-Hyäne an einem Wasserloch im Kgalagadi Transfrontier Park

    Schabracken-Hyäne an einem Wasserloch im Kgalagadi Transfrontier Park (2011). Foto: Bernard Dupont, Wikipedia

"Bevölkerungsexplosion" im Vogelparadies Waterberg

Am Waterberg kommen sehr viel mehr Vogelarten vor als bisher bekannt und in Reiseführern immer wieder angegeben. Das haben Experten in einem Vortrag auf der Waterberg Valley Lodge erklärt. Dabei ging man bisher bereits von über 200 verschiedenen Vögeln aus...

  • Aufregende Entdeckung auf der Vogel-Exkursion: Ein offenbar noch junger Habichtsadler

    Aufregende Entdeckung auf der Vogel-Exkursion: Ein offenbar noch junger Habichtsadler. Foto: Waterberg Wilderness

Der Wochenend-Ausflug der Namibia Wissenschaftlichen Gesellschaft zu Waterberg Wilderness Mitte Februar brachte selbst für Kenner der Vogelwelt eine Überraschung. "Es wurden in dieser Gegend mehr als 300 Vogelarten gesichtet und nicht knapp über 200, wie bisher immer angenommen", erklärten die Vorsitzende des Namibia Bird Club, Gudrun Middendorff, und ihr Partner Neil Thomson in ihrem Vortrag vor den 25 Teilnehmern der Exkursion. "Wir selbst haben gestaunt, als wir die Vogellisten sahen, die im Rahmen des Southern African Bird Atlas Project für die betreffenden Quadranten zusammengestellt wurden.“

Die Ursachen für die außergewöhnliche Vielfalt der Vogelwelt ist indessen bekannt: Neben dem Wasserreichtum durch die Quellen sind es die vielen verschiedenen Lebensräume wie Bergplateau, Steilkante, Hang, Tal und Ebene sowie der entsprechende Artenreichtum an Pflanzen (rund 500 Arten).

Für den typischen Klang im Vogelreich des Waterbergs sorgen vor allem zwei Vögel, die kaum zu sehen, aber überall zu hören sind: Die Meckergrasmücke (Graurücken-Camaroptera) und der nur in Namibia vorkommende Damara-Felsenspringer. Zu den Arten, die das Herz des Vogelfreunds höher schlagen lassen, gehören zudem der Bradfield-Toko, der Rüppell’s Papagei und der Senegal-Spornkuckuck.

Die Vogelwelt des Waterbergs hat zudem zwei Weltrekorde zu bieten: Mit dem Strauß lebt hier der weltweit größte Vogel und mit der Riesentrappe auch der größte Vogel der Welt, der fliegen kann.

In unserer Informations-Broschüre haben wir 43 typische Vogelarten mit deutschem und englischem Namen aufgelistet, die man bei uns sehen kann. Jeder Besucher unseres privaten Naturreservates Waterberg Wilderness erhält sie bei Ankunft an der Rezeption und kann sie zum "Abhaken" benutzen.

  • Auf der Vogelliste stehen auch Paradiesschnäpper, Schwalbenschwanz-Bienenfresser, Sekretär und Riesentrappe

    Auf der Vogelliste stehen auch Paradiesschnäpper, Schwalbenschwanz-Bienenfresser, Sekretär und Riesentrappe (l.n.r., oben, unten). Fotos: Waterberg Wilderness